Fructoseintoleranz – Fructoseunverträglichkeit


Fructoseintoleranz- Fructoseunverträglichkeit

Fructoseintoleranz – Fruchtzuckerunverträglichkeit

Eine Fructoseintoleranz betrifft viele Menschen. Die Betroffenen haben oft Verdauungsbeschwerden. Symptome können sein: Bauchschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, aufgeblähter Bauch und Durchfall. Andere Symptome können sein: Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Wetterfühligkeit, Infektanfälligkeit, Depressionen.

Fructose ist ein Einfachzucker, der in vielen Lebensmitteln vorhanden ist und zählt zu den Kohlenhydraten. Besonders fructosereich sind Früchte und alle Produkte, in denen Früchte verarbeitet wurden (Marmelade, Fruchtsäfte, Obstkuchen, Trockenfrüchte, Fruchtjoghurts, Milchshakes mit Früchten etc.). Light-Produkten wird reine Fructose als Süßungsmittel zugesetzt. In speziellen Diabetiker-Produkten ersetzt die Fructose den Haushaltszucker.

Da Haushaltszucker auch zur Hälfte aus Fructose besteht, muss man mit allen gesüßten Produkten aufpassen.

Da insbesondere Fertigprodukte versteckten Zucker enthalten, ist das Lesen der Zutatenliste für Fructose-Intolerante ein Muss. Leider gibt es auch einige Süßungsmittel wie z.B. Maissirup oder auch Agavendicksaft, die außerordentlich fructosereich sind, ohne dass dies irgendwo auf dem betreffenden Produkt vermerkt wäre.

Fructose wird direkt in der Leber verarbeitet und löst dadurch keine Heißhungerattacken aus, da die Verarbeitung ohne Insulin stattfindet.

Die erworbene Fructoseintoleranz

Bei der erworbenen Fructose-Intoleranz können gewisse Fructose-Mengen gegessen werden. Der Körper ist nicht fähig Fructose über die Dünndarmschleimhaut aufzunehmen.

 

Folgen einer Fructoseintoleranz:

  • Weitere Intoleranzen können auftreten

Darmschleimhaut wird geschädigt,  Lactose- und/oder eine Histamin-Intoleranz können entstehen.

  • Darmflora kann gestört werden
  • Schwächung des Immunsystems

70% des Immunsystems sitzt im Darm. Ist der Darm geschwächt, kann das die körpereigenen Abwehrkräfte schwächen.

  • Folsäure- und Zinkmangel

Folsäuremangel kann Depressionen, Reizbarkeit fördern.

Zinkmangel kann Haarausfall und Infektanfälligkeit verursachen.

 

Diagnosestellung beim Arzt:

  1. Gallen- und Bauchspeicheldrüsenprobleme ausschließen

mittels Stuhluntersuchung.

  1. Andere Intoleranzen ausschließen

Lactose/Fructose/Gluten/Histamin und Sorbitintoleranzen ebenfalls abklären lassen.

Man sollte ein Ernährungstagebuch führen, damit man mögliche Zusammenhänge zwischen Nahrungsmitteln und den Beschwerden nachvollziehen kann.

  1. Atemtest auf Fructose-Intoleranz

Die Fructose-Intoleranz kann mit Hilfe eines Atem-Tests nachgewiesen werden.

Für die Durchführung des Tests trinkt man eine Fruchtzucker-Lösung auf nüchternen Magen.

  1. Messung von Tryptophan mittels Bluttest

Tryptophan ist wichtig für die Bildung von Serotonin. Serotonin gehört zu den Glückshormonen.

 

Ganzheitliche Maßnahmen

 

Ernährung bei Fructoseintoleranz:

Alle fructose- und zuckerhaltigen Speisen meiden, damit sich das Verdauungssystem erholen kann.

Verboten sind:

Die meisten Früchte und alle Produkte, in denen Früchte enthalten sind (wie z.B. Fruchtsäfte, Fruchtshakes, Fruchtjoghurts etc.) – Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben, und fast alle Trockenfrüchte, Süßigkeiten, Honig, Marmelade, süße Brotaufstriche, Fertigprodukte, die Zucker enthalten könnten, wie z.B. Fertigsaucen, Dressings, Tomatenprodukte etc., Diabetikerprodukte

Alle Produkte mit den Zuckeraustauschstoffen. Diese verhindern die Aufnahme der Fructose aus dem Darm. (Xylit, Sorbit usw…)

Zu den fructoseärmsten Lebensmitteln gehören:

Pilze

Avocados

Spinat

Brokkoli

grünes Blattgemüse

Zucchini

Knollensellerie

Von anderen Gemüsesorten können kleine Mengen gegessen werden.

Gasbildende Gemüsesorten wie Lauch, Zwiebeln und Hülsenfrüchte sollen gemieden werden.

Nüsse, Mandeln, Kokosnüsse und Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)

Glutenfreie Beilagen

Vollkornprodukte

Fleisch, Fisch, Eier – frisch zubereitet

Natürliche Milchprodukte sind fructosefrei, aber der Darm kann auf Milchprodukte mit Laktoseintoleranz reagieren – daher lieber keine verzehren.

Fructoseärmere Früchte wie z.B. Papaya, Rhabarber, Mandarinen und Aprikosen, Litchi, Avocados können bei mäßiger Intoleranz verzehrt werden.

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Ernährungstipps bei Fructoseintoleranz:

  • Glucose verbessert die Verträglichkeit der Fructose.  Über fructosereiche Lebensmittel Traubenzucker (reine Glucose) im Verhältnis 1:1 streuen. Vorsicht: Traubenzucker ist auch Industriezucker und kann die Bauchspeicheldrüse ebenfalls belasten.
  • Früchte nicht auf leeren Magen essen.
  • Ballaststoffen können den Verdauungstrakt irritieren.
  • Süßungsmittel bei Fructoseintoleranz: Stevia, Reissirup, Kokosblütenzucker
  • Darmreinigung z. B. mit Yuccaradix
  • Darmfloraaufbau mit verschiedenen Präparaten aus der Apotheke.

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Fructosearme Lebensmittel

 

 

 

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Ich hoffe wir sehen uns online!

Viele Grüße

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Über Mirtill Obst

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